• Schrift größer
  • Schrift kleiner

27. Juni 2011 Selbstbestimmung voranbringen! - Zehn Jahre SGB IX

24.05.2011: Konferenz der Grünen Bundestagsfraktion in der Katholischen Akademie in Berlin


Am 1. Juli 2001 trat das von der rot-grünen Bundesregierung erarbeitete "Sozialgesetzbuch IX - Rehabilitation und Teilhabe" in Kraft. Das Gesetz fasst die Leistungen für Menschen mit Behinderungen zusammen und gibt ihnen einen einheitlichen Rahmen.

Das SGB IX hat viel bewegt. Es hat entscheidend dazu beigetragen, die Emanzipation und Gleichstellung behinderter Menschen voranzutreiben. Der Gedanke der Fürsorge für Menschen mit Behinderungen hat das System lange Zeit dominiert. Mit dem SGB IX steht die Ermöglichung von Teilhabe im Mittelpunkt. Das Leistungsrecht ist klarer formuliert und die Zusammenarbeit der Rehabilitationsträger wird als Ziel vorgegeben und ausgestaltet. Vor allem aber wurde die Selbstbestimmung der Leistungsbezieherinnen und -bezieher, nicht zuletzt durch das Persönliche Budget, deutlich gestärkt. All das sind Gründe zum Feiern!

Allerdings gibt es noch einiges zu verbessern. Und so besteht auch beim Recht der Rehabilitation und Teilhabe noch Handlungsbedarf. Nicht alle Rehabilitationsträger verstehen sich selbst als solche und die gemeinsamen Servicestellen bieten selten qualifizierte Beratung, wenn sie überhaupt wahrnehmbar sind. Auch in der Frühförderung muss sich noch viel tun. Um die Ziele des SGB IX noch besser zu verwirklichen, ist eine weitere Vereinheitlichung des Leistungsrechts geboten. Das Fachgespräch soll die Erfolge des SGB IX, aber auch die noch bestehenden Probleme beleuchten und Wege zur Weiterentwicklung diskutieren.

Hier gehts zum Programm und zur Anmeldung.